Da es hier viele Pflanzen-Experten gibt: Meine Habanero wächst nicht mehr, kriegt gelbe Blätter und verliert sie. Könnt ihr helfen?
Könnte an zu feuchtem oder falschem substrat liegen. Welches Substrat hast du genommen und wie oft/viel gießt du?
Schließe mich @StellarCannaArtistry an. Substrat sieht recht feucht aus. Welches Substrat verwendest du? Es sieht für mich eher ungeeignet aus.. ![]()
Am besten Floragard TK2, Tomaten/Gemüseerde oder direkt Erde für Chilis verwenden ![]()
Ja, die Erde ist feucht. Es ist normale Blumenerde. Danke für die Tipps. Ich werde sie in neue Erde stellen
Anzuchterde mit ordentlich Perlite gemischt, ist auch immer gut für den Start ![]()
Normale Blumenerde würde ich ehrlich gesagt vermeiden, genauso wie Graberde, günstige Supermarkt-Erde oder stark vorgedüngte Baumarkt-Erden.
Das Problem dabei ist oft nicht nur die Erde selbst, sondern auch die Lagerung. Gerade billige Erden liegen teilweise ewig draußen, werden feucht, trocknen wieder aus oder ziehen sich alles Mögliche an Viechern und Pilzen ![]()
Dazu kommt:
Cannabis-Keimlinge brauchen am Anfang eigentlich eher einen sogenannten „Light Mix“, also nur leicht vorgedüngte Erde.
In stark vorgedüngter Blumenerde passiert schnell genau das, was man bei dir teilweise schon siehst:
- vergilbte Keimblätter
- verbrannte Spitzen
- langsames Wachstum
- gestresste Keimlinge
Keimlinge sind am Anfang extrem empfindlich und brauchen überraschend wenig Nahrung.
Viele Anfänger machen zusätzlich den Fehler, viel zu viel zu gießen. In diesem Stadium brauchen die Pflanzen kaum Wasser aus der Erde. Ein Teil der Feuchtigkeit wird anfangs sogar noch stark über die Luftfeuchtigkeit aufgenommen.
Deshalb erstmal:
- lockere Light-Mix-Erde
- nur leicht feucht halten
- nicht komplett durchnässen
- erstmal gar nicht düngen

Ich persönlich empfehle da oft einfach den BioBizz Light Mix. Der kostet mittlerweile auch nicht mehr wirklich viel. Zum Start der Legalisierung waren Erden teilweise komplett überteuert, inzwischen bekommst du im Growshop oft schon 50 Liter für ungefähr einen Zehner ![]()
Hallo zusammen,
wenn Dennis nichts dagegen hat und da ich heute erst zum Forum gestoßen bin, erlaube ich mir eine kleine Ergänzung, die vielleicht etwas Lichts ins Dunkel bringt.
Ich halte es für wichtig, auch über den Entwicklungsweg der Pflanze mehr zu berichten.
Wie Dennis so richtig erklärte, sind die Keimling am Anfang extrem anspruchslos, da sie die notwendige Energie zur Keimung und Wurzelbildung von Natur aus mitbringen. Also Finger weg von zu viel Wasser und kein Dünger.
Am Anfang sucht der Keimling nach halt, um sich anschließend nach oben zu strecken. Und dafür braucht er? Richtig! Eine stabile Wurzel. Wenn Euer Pflänzchen also nicht direkt in die Höhe schiesst, liegt das meist daran, dass die Magie gerade unter der Erde passiert.
Das noch junge Wurzelwerk findet guten Halt in einem Anzucht Medium welches eine leichte Feuchte aufweist. Dafür reicht es am Anfang dem Sämling einen Esslöffel Wasser um den noch jungen Trieb zu verteilen.
Sobald sich ein ausreichend starkes Wurzelgewebe (Myzel) entwickelt hat, beginnt die Pflanze damit, Nöhrstoffe aus dem Anzuchtmedium zu beziehen.
Je nach Sorte kann das schnell oder langsam geben. Meist bemerkt der passionierte Grower das aber besonders dann wenn der Wachstumsschub einsetzt und die Pflanze „Gas gibt“.
So, sorry falls ich zu sehr ins Details gegangen bin.
Liebe Grüße
TWG
Im großen und ganzen geb ich dir Recht, obwohl es dazu auch unterschiedliche Meinungen und Methoden gibt. Nur eins, Myzel ist das Netzwerk eines Pilzes und kein Wurzelwerk der Pflanze. Am Rande erwähnt.. ![]()
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Hallo Greenlife,
ja du hast Recht. Der biologisch korrekte Begriff lautet „Wurzelhaare“. In Verbindung mit den Seitenwurzeln welche von der Pfahlwurzel abgehen bilden sie die größte Oberfläche aus um Wasser und lebenswichtige Mineralien aus dem Anzuchtmedium aufzunehmen.
Lieben Gruß
TWG
