Cannabis-Clubs

Wie sieht das bei euch mit Cannabis-Clubs aus? Gibt es einen in der Nähe? Seid ihr Mitglied?

Bei uns in Hannover scheint es bisher nur einen zu geben. Ich hab aber keine Ambitionen, dort Mitglied zu sein, einfach weil ich meinen Bedarf selbst mehr als decken kann.

Aber es gibt ja auch Konsumenten, die sich mit Anbau nicht beschäftigen möchten und denen die Möglichkeit, z.B. über Dr. Ansay & Co. ihren Bedarf zu decken, bald wegfällt bzw. erschwert wird. Was macht ihr, wenn der einzige Club schon voll ist? Werdet ihr dann zum “Grower”? Oder gründet ihr einen Club?

Und wie ist eure generelle Meinung zum Thema “Cannabis-Clubs”?

Ich finde die Clubs ziemlich unnötig :x wäre auch überhaupt nichts für mich, jetzt mal ganz schnell geschaut und der erste Club hier bei uns hat ein Monatsbeitrag von 25€ (was schon meine Stromkosten für meine Zelte übersteigt :joy:) + 100€ Aufnahmegebühr um dann am Ende noch für die Blüten zu bezahlen nein danke :joy: Aber jeder wie er mag!

In meiner Stadt gibt es einen Verein. War bis vor kurzem noch Mitglied, bin aber ausgetreten. Was mich gestört hat war, dass die Mindestabgabe bei 5G, bei etwa 8€/g. Ich probiere mich gerne durch, insbesondere wenn ich dafür zahlen muss, da komme ich mit 5G ziemlich lang aus. :sweat_smile:

Selbst anbauen gefällt mir am besten!

@Hekke das ist auch einer der Gründe, warum ich niemals Mitglied in einem Club würde… finanziell lohnt sich das für mich nicht.

@50komma0 Ich würde auch deutlich mehr für den Mitgliedsbeitrag bezahlen als für den Konsum, denn mit 5 Gramm komme ich ebenfalls ewig aus und so ist das einfach keine echte Option für mich.

@chilichote Ich finde es ehrlich gesagt super, dass es die zumindest theoretisch gibt. Ich lebe in Bayern und hier gibt es wegen der bayerischen Verbotspolitik à la Maggus Söder gefühlt quasi keine Clubs bzw. vieles wird maximal ausgebremst.

Klar, günstiger als selbst anzubauen wird es wahrscheinlich nie sein. Aber gerade für Leute, die nicht in den eigenen vier Wänden anbauen können oder wollen, wäre das meiner Meinung nach trotzdem tausendmal besser als irgendwelchen Straßenmist zu rauchen. Und wahrscheinlich auf lange Sicht sogar günstiger und vor allem transparenter :wink:

Ich finde generell, dass Clubs eigentlich genau die Art von Mittelweg sein könnten, die man nach einer Legalisierung sinnvoll umsetzen könnte: weniger Schwarzmarkt, mehr Kontrolle über Qualität und Herkunft und gleichzeitig kein komplett kommerzialisiertes US-Modell mit Werbung, viel zu starken, abhängigmachenden Sorten und kompletter Deregulierung.

wenn unser land das richtig nutzen und legalen verkauf nutzen würde, fände ich das besser, als diese clubs.

es würde arbeitsplätze schaffen und müsste auch geprüft werden, wie medizinisches cannabis.

bei den clubs weiß man letztlich auch nicht, wie angebaut und gedüngt wird - es muss auch nicht getestet werden.

wobei es meine meinung jedoch auch beeinflusst, dass ich bei kleinanzeigen von einem lokalen socialclub regelrecht belästigt wurde, mein zubehör doch zu spenden/verschenken soll, das ich verkaufen wollte - und das recht günstig. schlussendlich blieb mir nur blockieren von 5 solchen personen, die angeblich zum club gehörten.

zudem sollten mitglieder von beginn an beiträge zahlen (der club erhielt jedoch erst vor ein paar monaten die lizenz), ohne etwas dafür zu erhalten. da läppern sich die beiträge schon zusammen, in ca 1,5 jahren, ohne etwas dafür zu erhalten. natürlich gibts auch erst demnächst irgendwann rauchbare blüten dort.

da finde ich es sinnvoller, ein grünes rezept zu bezahlen und dann in einer apotheke zu bestellen.

@Doc_Grows Da stimm ich dir zu! Ich fände aber auch toll, wenn man einfach das Telemedizin-Gesetz so lassen würde, wie es war. So hat man ein gewisses Maß an Qualität mit gleichzeitiger Alterskontrolle.

Ich hoffe, dass sich das mit den Clubs irgendwann normalisieren und einpendeln wird, sodass die Kosten pro Monat und für die Aufnahme vielleicht etwas sinken, damit die Hürde kleiner wird. Das gutes Gras pro Gramm auch gut bezahlt werden soll, finde ich in Ordnung!

@Pflanzenfee ja, das seh ich tatsächlich ähnlich. Ich verstehe auch nicht, warum der Staat es jetzt unnötig kompliziert gestaltet, online an sein Gras zu kommen. Ich meine, ich verstehe das schon, es macht nur einfach keinen Sinn.

Ausserdem hab ich gelesen, dass mehr und mehr Krankenkassen die Verschreibung auf ein Privatrezept ablehnen, weil der Grund des Besuchs ja ein Privatrezept ist und die KK so ja gar nicht involviert ist.

Und natürlich hast du absolut keinen Einfluss darauf, ob der Club gute Qualität oder die Sorten hat, die du brauchst.

@chilichote die krankenkassen sind da aber auch wirklich a****löcher! wobei es aber auch viele wirklich ausnutzen (sie versuchen es). die anträge liegen bei den KK bergeweise. und die, die es wirklich brauchen, weil sie nicht nur schlafstörungen haben, warten jahre. ich hab auch jahre warten müssen, aber das war vor der teillegalisierung für die allgemeinheit und ein wahrer kampf! ich konnte durch opiate schmerzmittel gar nicht mehr am alltag teilnehmen. an sowas denken die nicht. hauptsache die pharmakonzerne verdienen geld mit zeug, das kein mensch braucht, bzw einfach unangebracht ist oder schwer abhängig macht.

@Pflanzenfee Ich hab es nie über eine meiner Ärztinnen versucht und hab, als ich das mit Dr. Ansay mitbekommen habe, direkt dort mal versucht. Eine meiner Diagnosen mit dem Verweis auf meine Ärztin angegeben, auch wenn das vermutlich gar nicht nötig war, und gleich bewilligt bekommen. Mir ist aber klar, dass die Ärzte da sowieso fast alles durchwinken. Aber so generell finde ich das überhaupt nicht schlimm, der Markt regelt die bestellten Mengen für die Apotheken und so hätte sich das irgendwann reguliert, dass Menschen, die darauf angewiesen sind und Menschen, die einfach nur konsumieren wollen, ausreichend bedient werden könnten.

Der Vorteil wäre halt, man hat ein System, in dem eine Alterskontrolle existiert und die Qualität reguliert ist und dem Staat Milliarden an Steuergeldern beschert. Win Win für alle könnte man meinen.

@chilichote alterskontrolle gibt es ja, zumindest über offizielle wege, oder habe ich da was verpasst?

@Pflanzenfee Du bekommst online kein Rezept, wenn du nicht volljährig bist, darauf wollte ich hinaus. Und auf dem Schwarzmarkt wird das sicher nicht sooo genau genommen.

Statt “Der Vorteil wäre halt…” hätte ich “Der Vorteil aktuell ist…” schreiben sollen.

@chilichote schwarzmarkt wird es immer geben!

solange es saatgut in supermärkten und gartencentern gibt, ist dahingehend eh ein zugang gewährleistet. nicht alle werden beim kauf aufs alter achten.

ebenso bei onlinebestellungen. mein alter musste ich jedenfalls noch vor keinem kauf verifizieren.

@Pflanzenfee Das stimmt schon aber so ein Samen ist noch lange keine Ernte. Mir ging es jetzt auch mehr um das Cannabis aus der Apotheke via Telemedizin. Da ist eine Alterskontrolle eben schon eingebaut. Heisst nicht, dass man das System nicht mit dem Perso oder der KK-Karte von Mama oder Papa missbrauchen kann aber es ist immerhin eine Hürde.

@chilichote da hast du natürlich recht! ich hab das jetzt eher ganzheitlich betrachtet gehabt.

1 „Gefällt mir“