Ich hab dazu von mehreren Methoden gelesen, viele Tipps gefunden aber letztendlich hab ich mich, wie beim Growen, für Low-Effort entschieden und fahre damit tatsächlich ganz gut.
Wenn ich Ernte, schneide ich die Blüten ab, entferne die kleinen Blätter rundherum und lege die Blüten dann auf eine selbstgebaute Trockeneinrichtung (so ein feines, siebartiges Material in zwei Etagen), das ganze steht im Küchenschrank und dann warte ein paar Tage. Ich mach die Tür nicht ganz zu und je nach abgeernteter Menge schalte ich indirekt einen USB-Ventilator zu. Das ist vermutlich over the top, im Schrank würde sich einfach kaum soviel Feuchtigkeit halten, dass es ein Problem ist aber ich will da einfach auf Nummer Sicher gehen.
Wenn die kleinen Ästchen dann nach ungefähr einer Woche knacken beim brechen, pack ich das Weed für ein zwei Tage in eine Papiertüte. Je nachdem, wie es sich danach anfühlt, kommt es ins Glas (trocken genug) oder nochmal auf den Trockner (noch etwas zu feucht).
Ich mache kein klassisches Curing, bei mir landet das Weed dann im Glas und das war’s. Ich mach es manchmal zwar auf - Anfangs tatsächlich sogar täglich - aber hauptsächlich nur wegen dem Geruch und auch nur kurz, maximal ein paar Minuten. Ich liebe den Geruch total!
Ich überwache auch nicht die Feuchtigkeit oder Temperatur und hatte da bisher keine Probleme. Das Gras ist, wenn ich es zum konsumieren frisch aus dem Glas hole, nicht zu trocken und sehr aromatisch. Auch jetzt noch duftet mein Gras vom letzten Sommer sehr intensiv!
Ich denke aber, da ich nur geringe Mengen ernte, ist so ein Aufwand auch gar nicht notwenig. Bei größerer Ernte ist es vermutlich unerlässlich, da etwas penibler über die Feuchtigkeit zu wachen.
Im Sommer mache ich das ganz entspannt: Das Weed trocknet einfach in der dunklen Gartenlaube. Danach packe ich es mit Boveda-Packs in Gläser – das läuft super und spart das ständige Lüften.Im Herbst geht das draußen leider nicht mehr. Mir ist in der Laube mal die komplette Ernte verschimmelt! Deshalb nutze ich im Herbst notgedrungen den Dampfgarer auf der niedrigsten Temperaturstufe. Aber Pass auf: Das stinkt extrem die Bude voll, macht das also am besten nur draußen!
@TheGrower DAS ist ärgerlich, wenn einem die Ernte verschimmelt!
Ich kann sowieso nur in meiner Wohnung trocknen, und da hab ich entweder 20 Grad (die ganze Heizsaison über) oder mehr (Sommer). Und da meine Wohnung klein ist und ich auch viel lüfte, steht da nirgendwo Luft, sodass im Grunde immer ein gewisses Maß an Austausch stattfindet. Und im Zweifelsfall dann der USB-Venti.
Aber wie funktioniert das mit einem Dampfgarer? Kann man die ohne Wasser betreiben oder hab ich grad ne falsche Vorstellung im Kopf?^^
Ja, das geht ohne Wasser! Stell den Dampfgarer einfach auf Heißluft/Umluft bei 30–40 Grad. Ohne Wasser wird es wie ein Dörrautomat. Nach 2–3 Stunden sind die Blüten trocken. Oder gleich ein Dörautomat nehmen.
Trocknen im Backofen sollte grundsätzlich auch funktionieren. Bei meinem Ofen liegt die Mindesttemperatur allerdings bei 50 Grad. Zur Not sollte es aber klappen.
@chilichote ich habe ein Pflanzenzelt, welches nur für die Trocknung im Raum steht. In diesem Zelt ist ein Ventilator für die Luftzirkulation, ein Hygrometer und ein Luftentfeuchter. Der Luftentfeuchter ist allerdings nur an, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch sein sollte. Ich lasse die Blüten an einem recht langen Stiel so lange in dem Zelt hängen, bis der Stiel beim biegen knackt. Dann folgt das Trimming und Curing in Gläsern mit Integra Boost Packs oder in Terplock-Bags.
ich empfinde die backofen- und dörrautomatmethode als sehr qualitätsmindernd.
das nutze ich höchstens für testblüten, um die wirkung zu checken.
getrimmt wird bei mir direkt nach dem abschneiden, bevor es zum budwashing geht, da durch das hausinterne lüftungssystem eine hohe staubentwicklung stattfindet und ich das auf meinen blüten einfach nicht haben möchte.
ich schleuder die stängel mit den blüten von hand, damit das wasser, das beim waschen ins innere der blüten gelangt, durch fliehkraft wieder entweichen kann und hänge sie an solchen “sockenhaltern” auf.
im anschluss richte ich einen ventilator über 2 std direkt auf die blüten. danach noch ca 2 std mit der schwächsten leistung. sie hängen danach ca 5-7 tage bei absoluter dunkelheit, ca 60% rlf vor sich hin, bevor sie in gläser umziehen dürfen.
in dieser zeit gibt es keinen ventilator mehr, da das das schimmeln im glas, meiner erfahrung nach, begünstigen kann, weil die blüten dadurch nur äußerlich sehr stark trocken werden, im inneren aber nicht. das kann bei sehr kompakten blüten problematisch werden.
anbei als beispiel ein teil meiner black domina ernte
Du schneidest die Blätter also erst hinterher ab? Ich mach das immer gleich, bei der Ernte. Ich hatte mal gelesen, das hinterher zu machen, steigert das Risiko für Schimmel. Aber wenn du die Umgebung kontrollieren kannst, ist das wohl kein so großes Problem, oder?
Spannend, wieviele Variationen beim Ernten und Trocknen so existieren. Vom Washing hatte ich auch gelesen aber hatte nicht den Eindruck als wäre das üblich. Wie du deine Situation beschreibst, ergibt das aber Sinn. Und tatsächlich bleibt vermutlich ne Menge an so einer Pflanze kleben, dass man mitraucht…
es ist auch noch ein punkt, dass ich während des grows grundsätzlich irgendwann schädlinge dran habe. meistens spinnmilben. aber hauptgrund ist der staub!
bei outdoorpflanzen wird das budwashing empfohlen. da fliegt ja noch viel mehr um die pflanzen herum. im grunde regelt das dort die natur, aber rückstände von diesen viehchern sind da dann eigentlich immer dran. das beeinflusst zwar nicht die wirkung, aber den geschmack beträchtlich.
@chilichote washing lohnt sich wenn du Outdoor anbaust und insbesondere wenn du in der Nähe von einem Feld wohnst. Das Wasser wurde sehr schnell gräulich
Ich hab das letztes Jahr einfach ignioriert, was ich da alles beim Fotografieren der Trichome gesehen habe… Wenn ich diesen Sommer wieder Outdoor anbaue, werd ich mir das Thema Washing nochmal genauer anschauen!^^
@chilichote hab vor vielen Jahren gelesen, dass das nochmal schonender für die Blüten sein soll und hatte bisher keine Probleme mit Schimmel. Umluft und richtige Luftfeuchtigkeit sind wichtig
Das stimmt völlig! Insekten im klebrigen Harz ruinieren jeden Geschmack und sind ungesund. Eine gründliche Reinigung oder Aussieben vor dem Konsum ist daher echt wichtig.
@50komma0 genau das meine ich… da klebten viele kleine Fliegen drin^^
Aber so schlimm war es gar nicht und die meisten hab ich beim Ernten entfernt, doch sicherlich hab ich nicht alles gesehen, was da drin geklebt hat. Vielleicht bleib ich einfach beim Indoor in meiner Küche, da hab ich dann nur Staub und Fett und selten mal eine kleine Spinne…